German Hymn K-N

Näher, mein Gott, zu Dir


Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir!
Drückt mich auch Kummer hier, drohet man mir,
soll doch trotz Kreuz und Pein dies meine Losung sein:


Refrain
Näher, mein Gott, zu dir, näher zu dir.


Bricht mir, wie Jakob dort, Nacht auch herein,
find ich zum Ruheort nur einen Stein;
ist selbst im Traume hier mein Sehnen für und für:


Geht auch die schmale Bahn aufwärts gar steil,
führt sie doch himmelan zu meinem Heil.
Engel, so licht und schön, winken aus selgen Höhn:


Ist dann die Nacht vorbei, leuchtet die Sonn,
weih ich mich dir aufs neu vor deinem Thron;
baue mein Bethel dir und jauchz mit Freuden hier:


Ist mir auch ganz verhüllt dein Weg allhier,
wird nur mein Wunsch erfüllt: Näher zu dir!
Schließt dann mein Pilgerlauf, schwing ich mich freudig auf:

 


Näher, noch näher


Näher, noch näher, fest an dein Herz,
ziehe mich, Jesus, in Freude und Schmerz!
Birg mich aus Gnaden, in deinem Zelt;
schirme und schütze mich, Heiland der Welt;
schirme und schütze mich, Heiland der Welt!


Du, mein Erlöser, nichts hab ich hier,
nichts, was als Opfer, Herr, tauget vor Dir;
ach, nur ein sünd’ges Herze, ist mein;
Jesus, mein Heiland, o wasche mich rein;
Jesus mein Heiland, o wasche mich rein!


Herr, sei mir gnädig, mache mich frei,
bis alles irdische Ringen vorbei,
bis ganz mein Wesen dein Abglanz ist
und Du, Herr Jesus, dann alles mir bist;
und Du, Herr Jesus, dann alles mir bist!

 


Neunundneunzig der Schafe


1.Neunundneunzig der Schafe lagen schon
auf des Himmels Weide dort;
doch eins war fern und gar weit entflohn,
ja weit von dem Hirten fort,
weit weg im Gebirge wild und rauh,
weit weg von des Hirten selger Au,
weit weg von des Hirten selger Au.


2.Neunundneunzig, o Hirte hast ja Du,
sind sie nicht genug für Dich?
Der Hirte spricht: Ich hab keine Ruh,
ich sehn nach dem einen mich;
und sei auch der Weg gar rauh und steil:
Ich suche mein Schaf und bringe ihm Heil,
ich suche mein Schaf und bringe ihm Heil.


3.Doch keiner dort oben wusst es je,
in welch tiefe Kluft Er ging,
noch wie bitter und schwer war das Todesweh,
das den Hirten für uns umfing.
In der Wüste, wo sonst kein Retter war,
da fand Er Sein Schaf verschmachtet gar,
da fand Er Sein Schaf verschmachtet gar.


4.Woher kommen die Tropfen rotes Blut,
die man sieht den Weg entlang?
Es floss vom Hirten, dem Schaf zugut,
es ward Ihm so heiß und bang.
O Hirte, wie wund ist Deine Hand.
Du hast so viel Schmerzen drangewandt,
Du hast so viel Schmerzen drangewandt.


5.Und über die Berge schallt es hoch,
aus der Tiefe ruft’s empor:
„O freuet euch, freuet euch, freut euch doch,
gefunden ist, was ich verlor!”
Und die Engel, sie stimmen ein Loblied an:
Gelobt sei der Herr, der solches getan!
Gelobt sei der Herr, der solches getan!