German Hymn G-J

In der klaren Mitternacht


In der klaren Mitternacht
Erklang das herrliche alte Lied
Von Engeln, die sich zur Erde neigten
Um ihre goldenen Harfen zu spielen:
“Friede auf Erden, den Menschen ein Wohlgefallen,
Vom gnadenreichen König des Himmels.”
Die Welt lag in feierlicher Stille,
Um den Engelsgesang zu hören.


Durch den offenen Himmel kommen sie,
Friedvoll mit ausgebreiteten Flügeln.
Und ihre himmlische Musik breitet sich
Über die ganze erschöpfte Welt aus.
Über ihre traurigen und niederen Ebenen
Breiten sie ihre Flügel aus.
Und über Babels Lärm
Ertönt der gesegnete Engelsgesang.


Unter dem Kummer von Sünde und Streit.
Leidet die Welt schon lange.
Ungeachtet des Engelsgesanges sind
Zweitausend Jahre Leid und Ungerechtigkeit vergangen.
Die Menschen führen Krieg gegeneinander, sie hören nicht
Die Friedensbotschaft, die sie bringen.
Seid still, ihr Krieger,
Und hört den Engelsgesang.


Und ihr, ihr von Kummer Geplagten,
Die ihr tief gebeugt seid,
Die ihr euch den steilen Weg hinauf abmüht
Mit schmerzlichen schleppenden Schritten.
Sehet! Nun kommen fröhliche goldene Stunden
Rasch auf euch zu.
Ruht euch am Wegesrand aus
Und hört den Engelsgesang.


Siehe! Bald kommen die Tage,
Von Propheten vorausgesagt,
Wenn im Kreislauf der Jahre
Das goldene Zeitalter kommt.
Wenn Friede auf Erden sein wird
In alter Pracht
Und die ganze Welt dieses Lied singt,
Das nun die Engel singen.

 


In der Sünde wildem Meer


Strophe 1
In der Sünde wildem Meer kam ich in Angst und Not.
Fern vom sichren Uferstrand droht mir der bittre Tod.
Doch des Meeres Meister hört gnädig des Sünders Schrei.
Mich zu retten aus der Flut, eilt Er herbei.


Chor
Liebe mich hob, (mich hob), Liebe mich hob, (mich hob).
Wo sonst kein Helfer war, Liebe mich hob,
Liebe mich hob, (mich hob), Liebe mich hob, (mich hob).
Wo sonst kein Helfer war, Liebe mich hob.


Strophe 2
Fröhlich nun mein Lied erklingt in sel’ger Sicherheit.
Ihm gehört mein Leben nun in alles Ewigkeit.
Solche Lieb und solche Treu hat es gewiss verdient,
dass mein Herz Ihm froh und gern ergeben dient.


Strophe 3
Seelen, schaut zu Ihm empor, der euch die Hilfe bringt.
Ihm gehorchen Wind und Meer; was Er auch tut, gelingt.
Fasste Seine starke Hand, lasset euch Helfen gleich.
Er trägt euch zum sichren Strand, zum Himmelreich.

 


In dulci jubilo, Nun singet und seid froh


1. In dulci jubilo,
Nun singet und seid froh!
Unsers Herzens Wonne
Leit in praesepio,
Und leuchtet als die Sonne
Matris in gremio,
Alpha es et O, Alpha es et O!


2. O Jesu parvule
Nach dir ist mir so weh!
Tröst mir mein Gemüte
O puer optime
Durch alle deine Güte
O princeps gloriae.
Trahe me post te, Trahe me post te!


3. O Patris caritas!
O Nati lenitas!
Wir wären all verloren
Per nostra crimina
So hat er uns erworben
Coelorum gaudia
Eia, wären wir da, Eia, wären wir da!


4. Ubi sunt gaudia
Nirgend mehr denn da!
Da die Engel singen
Nova cantica,
Und die Schellen klingen
In regis curia.
Eia, wären wir da, Eia, wären wir da!

 


In finstrer Gruft er lag


1. In finstrer Gruft er lag, Jesus, mein Heiland!
Komm Auferstehungstag! Jesus mein Herr!


Ref.:
Rollt ab den Stein! Jesus lebt!
Aus dem Tode sich der Herr erhebt! Jesus lebt!
Es hielt ihn nicht des Grabes Nacht,
denn der Lebensfürst bezwang des Todes Macht.
Jesus lebt! Jesus lebt! Halleluja! Jesus lebt!


2. Siegelt nur zu den Stein; Jesus mein Heiland!
Schließt euren König ein; Jesus mein Herr!


3. Tod, gib dein Opfer her! Jesus mein Heiland!
Dich auch bezwingt der Herr, Jesus mein Herr!

 


In weiter Ferne sehn wir Millionen


1. In weiter Ferne sehn wir Millionen
in dunkler Nacht des Heidentums sich mühn.
Wer bringt die frohe Botschaft den Nationen?
Auf Jesus blikkend, wer will dorthin ziehn?


Ref
Mir ist gegeben alle Macht!
Mir ist gegeben alle Macht!
Tragt hinaus in alle Welt die frohe
Botschaft, und sieh, Ich bin immer bei euch!


2. Seht, wie die Türen schon geöffnet stehen,
ihr Streiter Christi, in der ganzen Welt!
Wacht auf mit Macht und eilet, einzugehen,
der Herr durchs Wort der Sünde Macht zerschellt.


3. «Was wollt ihr sterben?» so hat Gott gesprochen.
In Seinem Namen rufet ihr es auch.
Der Heiland starb, des To- des Macht zu brechen;
durch alle Lande weht des Geistes Hauch.


4. O großer Tag, wir warten dein mit Sehnen,
da jedes Volk einst Gott die Ehre bringt
und der Erlösten Schar mit Jubeltönen:
«Der Herr ist Kö- nig!» auf der Erde singt.